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Personelle Sicherheit¶

Personelle Sicherheit umfasst Wachleute, Wachtiere und autonome Drohnen. Sie überwacht Bereiche, prüft Auffälligkeiten, reagiert auf Alarme und verfolgt Eindringlinge. Anders als Mauern oder Schlösser kann sie Situationen beurteilen und ihre Taktik anpassen.
Die Sicherheitsstufe bestimmt Ausbildung, Ausrüstung, Organisation und Reaktionsfähigkeit der eingesetzten Kräfte. Sie verändert nicht automatisch alle Wahrnehmungs- oder Kampfwerte. Stattdessen legt sie fest, welche Kräfte verfügbar sind, wie gut sie zusammenarbeiten und wie schnell Verstärkung eintrifft.
| Sicherheitsstufe | Übliche Erschwernis |
|---|---|
| 1 – Niedrig | ±0 |
| 2 – Mittel | –2 |
| 3 – Hoch | –4 |
| 4 – Sehr hoch | –6 |
Die Erschwernis gilt nur, wenn die Qualität der personellen Sicherung unmittelbar relevant ist. Ein Wachmann bemerkt eine offen getragene Waffe unabhängig von der Sicherheitsstufe. Der Modifikator gilt dagegen bei glaubwürdigen Verkleidungen, gefälschten Arbeitsabläufen, Ablenkungen oder dem unbemerkten Passieren einer Patrouille.
Wachleute¶
Wachleute kontrollieren Zugänge, beobachten Personen und Räume, führen Patrouillen durch und reagieren auf Sicherheitsmeldungen. Ihre wichtigste Aufgabe besteht nicht darin, jeden Eindringling im Kampf zu besiegen. Sie sollen Auffälligkeiten erkennen, Alarm auslösen und den Angreifer bis zum Eintreffen stärkerer Kräfte aufhalten.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig¶
Die Anlage wird durch einzelne Wachleute, Türsteher oder Hausmeister überwacht. Ihre Ausbildung ist begrenzt, und viele Aufgaben bestehen aus Zugangskontrolle, Abschreckung und der Prüfung einfacher Alarme.
Patrouillen folgen festen und leicht erkennbaren Wegen. Wachleute arbeiten häufig allein und besitzen nur Funkgerät, Taschenlampe, Dataphone und eine einfache Schuss- oder Schlagwaffe. Bei Gefahr ziehen sie sich gewöhnlich zurück und rufen externe Hilfe.
Diese Form der Sicherung ist typisch für Geschäfte, Motels, kleinere Lagerhäuser, Werkstätten und Nachtclubs.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel¶
Mehrere bewaffnete Wachleute arbeiten in festen Schichten. Zugänge sind ständig besetzt, Patrouillen überschneiden sich und Meldungen werden von einer kleinen Leitstelle koordiniert.
Die Kräfte kennen das Gelände, prüfen Ausweise und reagieren auf Abweichungen von normalen Arbeitsabläufen. Sie besitzen Schutzwesten, Funkverbindung, Dataphones und geeignete Dienstwaffen. Mindestens ein kleines Reaktionsteam steht bereit.
Bei einem Vorfall versuchen die Wachleute, Eindringlinge einzukreisen, Fluchtwege zu beobachten und Verstärkung heranzuführen. Sie verfolgen Angreifer nicht blind in unbekannte oder gefährliche Bereiche.
Diese Form ist typisch für Konzernbüros, Wohnanlagen, Kliniken, Produktionsstätten und grössere Lagerhäuser.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch¶
Die Anlage verfügt über professionelle Konzernsicherheit. Patrouillen, Zugangsposten und Reaktionsteams werden durch eine eigene Leitstelle geführt. Dienstpläne und Routen wechseln regelmässig.
Die Wachleute sind für bewaffnete Angriffe, Evakuierungen und die Zusammenarbeit mit Drohnen und Gegenhackern ausgebildet. Sie tragen militärische Schutzkleidung, automatische Waffen, Sensorik und taktische Kommunikation.
Bei Alarm bilden sie Sperren, sichern Schlüsselbereiche und durchsuchen die Anlage systematisch. Einzelne Kräfte verfolgen Eindringlinge nur mit Unterstützung. Verletzte Kollegen, ausgefallene Kameras oder unterbrochene Funkverbindungen werden als Hinweise auf einen koordinierten Angriff behandelt.
Diese Form ist typisch für Konzernzentralen, Forschungslabore, Datenzentren und wichtige Logistikanlagen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch¶
Sehr hohe personelle Sicherheit wird durch spezialisierte Einsatzkräfte gewährleistet. Gewöhnliche Wachleute kontrollieren den Normalbetrieb, während taktische Teams in gesicherten Bereitschaftsräumen stationiert sind.
Die Kräfte besitzen schwere Panzerung, taktische Cyberware, spezialisierte Waffen, eigene Sanitäter, Gegenhacker und gepanzerte Fahrzeuge. Ihre Kommunikation verwendet getrennte Netze und vorbereitete Befehlsstrukturen.
Bei einem bestätigten Angriff handeln sie nicht als einzelne Wachleute, sondern als militärische Einheit. Sie teilen die Anlage in Sektoren, sperren Wege, setzen Drohnen ein und zwingen Eindringlinge in vorbereitete Feuerbereiche. Das Ziel besteht nicht mehr nur in Festnahme oder Vertreibung, sondern in der vollständigen Kontrolle der Lage.
Diese Form ist typisch für militärische Anlagen, strategische Forschungsstätten, Konzernarchive und kritische Infrastruktur.
Verhalten von Wachleuten¶
Wachleute reagieren nicht auf jede Auffälligkeit sofort mit Gewalt. Sie unterscheiden gewöhnlich zwischen Unregelmässigkeit, bestätigtem Eindringen und aktivem Angriff.
Bei einer Unregelmässigkeit kontrollieren sie Ausweise, stellen Fragen oder schicken eine Patrouille. Bei bestätigtem Eindringen sperren sie Bereiche und fordern Unterstützung an. Erst bei sichtbarer Bewaffnung, Widerstand oder einem roten Alarm setzen sie gewöhnlich tödliche Gewalt ein.
Gut geführte Sicherheit verfolgt drei Ziele:
-
Alarm auslösen,
-
Zeit gewinnen,
-
Eindringlinge lokalisieren.
Ein Wachmann, der einen Runner entdeckt, greift daher nicht zwingend sofort an. Er kann zurückweichen, Deckung suchen, Türen verriegeln oder unauffällig Verstärkung rufen.
Patrouillen¶
Patrouillen bestehen aus Einzelpersonen, Paaren oder kleinen Teams. Ihre Routen sollten nicht nur als zufällige Begegnungen verwendet werden. Sie bestimmen, welche Wege zeitweise sicher oder gefährlich sind.
Bei niedriger Sicherheit sind Routen regelmässig und vorhersehbar. Bei mittlerer Sicherheit wechseln Zeitpunkte und Kontrollpunkte. Hohe Sicherheit verwendet überlappende Patrouillen und spontane Kontrollen. Sehr hohe Sicherheit passt Routen anhand von Sensordaten und aktuellen Bedrohungen an.
Runner können Patrouillen durch Beobachtung, Datamining oder gestohlene Dienstpläne analysieren. Eine erfolgreiche Vorbereitung kann die Erschwernis für Infiltration senken oder ein kurzes Zeitfenster ohne direkte Überwachung schaffen.
Wachtiere¶
Wachtiere werden vor allem eingesetzt, um versteckte Personen, unbekannte Gerüche und ungewöhnliche Bewegungen zu erkennen. Hunde sind am weitesten verbreitet, da sie Menschen verfolgen, Bereiche durchsuchen und Wachleute unmittelbar unterstützen können.
Wachtiere ersetzen keine technischen Sensoren. Sie ergänzen diese, weil sie auf Gerüche und Verhalten reagieren, die sich digital nur schwer fälschen lassen.
Wachhunde¶
Wachhunde werden meist von einem Hundeführer eingesetzt. Sie können:
-
versteckte Personen aufspüren,
-
Geruchsspuren verfolgen,
-
verborgene Drogen oder Sprengstoffe erkennen,
-
Eindringlinge stellen,
-
fliehende Personen verfolgen,
-
andere Wachleute auf eine Gefahr aufmerksam machen.
Ein Wachhund greift gewöhnlich nicht selbstständig an, solange sein Führer noch Kontrolle besitzt. Er bellt, blockiert Wege oder hält eine Person fest. Hoch ausgebildete Konzernhunde können jedoch auf eindeutige Befehle oder bestimmte Alarmzustände selbstständig reagieren.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig¶
Einzelne Hunde sichern Grundstücke, Werkstätten oder Lagerplätze. Sie sind abschreckend und territorial, aber nur begrenzt ausgebildet.
Sie können durch Futter, Lärm oder einen vertrauten Geruch abgelenkt werden. Ihr Verhalten ist häufig vorhersehbar.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel¶
Ausgebildete Wachhunde arbeiten mit festen Hundeführern. Sie kennen Patrouillenwege, Zugangspunkte und gewöhnliche Mitarbeiter.
Einfache Ablenkungen funktionieren nur selten. Unbekannte Gerüche, versteckte Personen und Spuren werden zuverlässig verfolgt.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch¶
Professionelle Such- und Angriffshunde werden gezielt für Konzernsicherheit eingesetzt. Sie tragen Schutzwesten, Ortungssender und teilweise Kameras oder medizinische Sensoren.
Die Hunde können zwischen Mitarbeitern, Besuchern und unbekannten Personen unterscheiden. Sie arbeiten auch in Gebäuden, Versorgungsschächten und dunklen Bereichen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch¶
Sehr hohe Sicherheit verwendet genetisch ausgewählte, cybernetisch unterstützte oder besonders intensiv ausgebildete Tiere. Implantate können Kommunikation, Ortung und medizinische Überwachung ermöglichen.
Solche Tiere arbeiten eng mit taktischen Teams und Drohnen zusammen. Manipulationen an ihren Sensoren oder Implantaten können möglich sein, doch der Ausfall eines Tieres wird sofort registriert.
Wachtiere umgehen¶
Das unbemerkte Passieren eines Wachtiers verwendet gewöhnlich Infiltration. Geruchsneutralisierende Mittel, günstige Windrichtung, vertraute Kleidung oder Kenntnis der Patrouillen können Erleichterungen gewähren.
Das Ablenken oder Beruhigen eines Tieres kann über Coolness, geeignete Ausrüstung oder die Hilfe einer vertrauten Person erfolgen. Gewalt gegen ein Wachttier löst in professionellen Anlagen fast immer sofort Alarm aus, besonders wenn dessen Vitaldaten überwacht werden.
Wachtiere erkennen keine falschen Ausweise. Sie erkennen jedoch Angst, ungewöhnliche Bewegung, Blut, Sprengstoffe und fremde Gerüche. Dadurch sind sie besonders wirksam gegen Verkleidung und soziale Infiltration.
Sicherheitsdrohnen¶
Sicherheitsdrohnen überwachen Zugänge, Patrouillenwege und schwer erreichbare Bereiche. Sie ermüden nicht, können dauerhaft mit der Leitstelle verbunden bleiben und reagieren schneller als menschliche Kräfte.
Drohnen besitzen jedoch nur begrenzte Urteilsfähigkeit. Sie erkennen definierte Muster, Gerätekennungen und Bewegungen. Ungewöhnliche, aber nicht eindeutig feindliche Situationen müssen häufig von einem Menschen bewertet werden.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig¶
Einfache Kameradrohnen fliegen feste Routen oder werden bei einem Alarm von einem Wachmann gestartet. Sie besitzen gewöhnlich keine Bewaffnung.
Ihre Sensorik ist begrenzt, und ihre Verbindung läuft über handelsübliche Netze. Sie dienen vor allem der Abschreckung und Dokumentation.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel¶
Mehrere Überwachungsdrohnen kontrollieren Aussenbereiche, Dächer, Lagerhallen und Zufahrten. Sie verwenden Kamera, Nachtsicht und Bewegungsanalyse.
Die Drohnen können Personen verfolgen, Bilder an die Leitstelle senden und Wachleute zu einem Ziel führen. Einige Modelle tragen Blendlicht, Lautsprecher oder nicht tödliche Waffen.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch¶
Die Anlage verwendet ein koordiniertes Drohnennetz. Luft- und Bodendrohnen teilen Sensordaten und werden von der Sicherheitsleitstelle oder einer autonomen Steuerung geführt. Bewaffnete Modelle können Eindringlinge stellen, Deckung überwachen und Fluchtwege blockieren. Ausgefallene Drohnen werden sofort ersetzt oder lösen eine gezielte Suche aus.
Die Steuerung verwendet gesicherte Verbindungen und getrennte Berechtigungen. Ein Hacker muss gewöhnlich erst die Leitstelle, eine Relaisstation oder die einzelne Drohne erreichen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch¶
Sehr hohe Sicherheit verfügt über schwere Sicherheits- und Kampfdrohnen. Sie verwenden gepanzerte Gehäuse, mehrere Sensorarten, redundante Kommunikation und militärische Bewaffnung. Das Drohnennetz arbeitet auch bei Ausfall der zentralen Leitstelle weiter. Lokale Routinen sichern Schlüsselbereiche, begleiten taktische Teams und verhindern den Zugang zu kritischen Zonen.
Bei Alarm können zusätzliche Drohnen aus Ladestationen, Fahrzeugen oder Wandnischen aktiviert werden. Ihre Aufgabe besteht nicht nur in Überwachung, sondern in aktiver Kontrolle des Gefechtsraums.
Drohnen umgehen¶
Das Umgehen einer Drohne kann auf verschiedene Weise erfolgen:
-
Infiltration, um Sichtfelder und Patrouillen zu vermeiden,
-
Hacking, um Sensoren, Kennungen oder Befehle zu manipulieren,
-
Technik, um Relais, Ladestationen oder Steuerleitungen zu stören,
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Fernkampf, um die Drohne zu zerstören,
-
Datamining, um Modelle, Routen oder bekannte Schwachstellen zu ermitteln.
Eine zerstörte Drohne ist selten unbemerkt. Professionelle Systeme überwachen Position, Verbindung und Betriebszustand. Der Verlust des Signals kann daher ebenso einen Alarm auslösen wie ein erkanntes Ziel.
Kombination der Kräfte¶
Wachleute, Hunde und Drohnen sind besonders wirksam, wenn sie unterschiedliche Schwächen ausgleichen.
Wachleute beurteilen Situationen und treffen Entscheidungen. Hunde erkennen Gerüche und versteckte Personen. Drohnen überwachen grosse Flächen und verfolgen Ziele aus der Distanz.
Bei niedriger Sicherheit arbeiten diese Elemente meist getrennt. Bei mittlerer Sicherheit tauschen sie Meldungen über eine Leitstelle aus. Hohe Sicherheit koordiniert ihre Bewegungen und Reaktionen. Sehr hohe Sicherheit behandelt alle Kräfte als gemeinsames taktisches System.
Eine gute Sicherung stellt daher nicht einfach mehr Gegner auf. Sie erzeugt eine Kette:
-
Eine Drohne entdeckt eine Bewegung.
-
Ein Wachmann prüft die Meldung.
-
Ein Hund verfolgt die Spur.
-
Ein Reaktionsteam sperrt den Fluchtweg.
Runner können diese Kette an jeder Stelle unterbrechen. Je später sie eingreifen, desto schwieriger wird es, den Alarm noch vollständig zu verhindern.